Die meisten Websites haben kein Problem mit einem einzelnen Bild. Sie haben ein Problem mit fünfhundert Bildern, die über Jahre von verschiedenen Leuten hochgeladen wurden: IMG_4711.JPG neben foto-neu-final2.png, Fotos mit 6.000 Pixeln Breite in einer Spalte von 800 Pixeln. Bilder-SEO bei Dateinamen und Größen heißt deshalb vor allem, sich einmal Regeln zu geben und sie dann bei jedem Bild anzuwenden. Dieser Ratgeber hilft dir, ein Namensschema und eine Größenliste für deine Website aufzustellen. Die Grundregeln zu Dateiname und Alt-Text erklärt der Ratgeber Alt-Text und Dateiname auf der Hauptseite, hier geht es um die Umsetzung im Alltag.
Was Google zu Dateinamen sagt
Google nennt den Dateinamen ausdrücklich als Hinweis auf den Bildinhalt und empfiehlt kurze, beschreibende Namen. Das Beispiel aus der Dokumentation ist my-new-black-kitten.jpg, das besser ist als IMG00023.JPG. Allgemeine Namen wie image1.jpg rät Google zu vermeiden. Wer eine Website in mehrere Sprachen übersetzt, soll auch die Dateinamen übersetzen, Zeichen außerhalb des lateinischen Alphabets werden dabei URL-kodiert [1].
Wichtiger als der Dateiname ist für Google der Alt-Text, den die Dokumentation als wichtigstes Metadatum eines Bildes bezeichnet [1]. Der Dateiname ist also kein Hebel für schnelle Rankings. Er ist aber ein Hinweis, der nichts kostet, wenn man ihn gleich beim Export richtig setzt, und er hilft dir selbst beim Wiederfinden.
Ein Namensschema für die ganze Website
Ein Schema sorgt dafür, dass alle im Team gleich benennen. So kann es aussehen:

- Nur Kleinbuchstaben, Wörter mit Bindestrich getrennt, keine Leerzeichen.
- Umlaute ausschreiben: ae, oe, ue, ss. Das vermeidet kodierte Zeichen in der Adresse.
- Zuerst das Motiv, dann eine Unterscheidung: holztreppe-eiche-geoelt.jpg, holztreppe-eiche-vorher.jpg.
- Keine Füllwörter wie "bild", "foto" oder "neu" und keine Datumsangaben im Namen, die bald veraltet wirken.
- Höchstens vier bis fünf Wörter. Längere Namen werden unübersichtlich und lesen sich wie eine Keyword-Liste.
Für Größenvarianten hängst du die Breite an: holztreppe-eiche-geoelt-800.webp, holztreppe-eiche-geoelt-1600.webp. Viele Systeme erzeugen solche Varianten automatisch und hängen die Maße selbst an. Dann reicht es, den Ausgangsnamen richtig zu wählen.
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Endung und Format müssen zusammenpassen
Ein Fehler, der häufig unbemerkt bleibt: Ein Werkzeug speichert ein WebP-Bild, die Datei heißt aber weiter .jpg. Google empfiehlt, dass die Dateiendung zum tatsächlichen Dateityp passt, und unterstützt im src die Formate BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF [1]. Prüfe nach einer Umstellung auf neue Formate stichprobenartig, ob Endung und Inhalt übereinstimmen. Welches Format für welches Motiv passt, beschreibt der Ratgeber WebP und AVIF: moderne Bildformate.
Eine Adresse je Bild
Google empfiehlt, ein Bild auf allen Seiten unter derselben Adresse einzubinden. Dann kann Google es einmal abrufen und wiederverwenden, statt es immer wieder anzufragen [1]. Das spricht gegen eine verbreitete Gewohnheit: dasselbe Foto für jede Seite neu hochzuladen, sodass es als teamfoto.jpg, teamfoto-1.jpg und teamfoto-2.jpg mehrfach in der Mediathek liegt. Nutze stattdessen die vorhandene Datei. Das hält die Mediathek klein und gibt jedem Motiv eine eindeutige Adresse.
Beim Umbenennen bestehender Bilder ändert sich die Adresse. Verweise auf die alte Adresse von Seiten, aus Newslettern oder aus der Bildersuche laufen dann ins Leere. Benenne deshalb bevorzugt neue Bilder richtig und fass ältere nur an, wenn sie wichtig sind und du die Verweise im Griff hast.
Die Größenliste: vom Bildplatz zur Datei
Statt jedes Bild nach Gefühl zu verkleinern, schreibst du einmal auf, an welchen Stellen deine Website Bilder zeigt und wie breit diese Plätze höchstens werden. Typische Plätze sind das große Artikelbild, Bilder in der Textspalte, Karten in Übersichten und Vorschaubilder für Videos. Für jeden Platz legst du die Breiten fest, die du exportierst, etwa eine normale und eine doppelte Breite für Bildschirme mit hoher Pixeldichte.

Warum das zählt, zeigt ein Beispiel aus der MDN-Dokumentation: Dasselbe Motiv ist in 480 Pixeln Breite 63 KB groß, in 800 Pixeln 128 KB [2]. Ein kleines Gerät, das nur die schmale Fassung braucht, spart so fast die Hälfte. Damit der Browser die passende Fassung wählt, listest du die Varianten mit srcset auf. Dabei muss die Breitenangabe jeder Variante der echten Breite der Datei entsprechen [3]. Wie das im HTML aussieht, zeigt der Ratgeber Responsive Bilder mit srcset. Den Teil zur Kompression vertieft Bildgrößen und Kompression.
Für Plätze mit fester Breite, etwa ein Logo oder ein kleines Porträt in der Seitenspalte, reicht eine einfachere Liste. Dort zählt die Pixeldichte des Bildschirms. Im MDN-Beispiel wird ein Bild immer 320 Pixel breit angezeigt. Bildschirme mit normaler Dichte bekommen die Datei mit 320 Pixeln und 39 KB, Bildschirme mit doppelter Dichte die Fassung mit 640 Pixeln und 93 KB [2]. In der Größenliste steht dann für diesen Platz nur "320 und 640". Je kürzer die Liste, desto eher hält sich das Team daran.
Schreib zu jedem Platz auch das Seitenverhältnis dazu. Ein Artikelbild im Querformat lässt sich nicht ohne Weiteres in eine quadratische Karte setzen, ohne dass Wichtiges abgeschnitten wird. Wer das beim Fotografieren oder Exportieren weiß, lässt genug Rand um das Motiv.
Mindestgrößen, die Google vorgibt
Für einige Einsatzorte nennt Google feste Grenzen. Sie gehören mit in deine Größenliste:
| Einsatz | Vorgabe laut Google |
|---|---|
| Vorschaubild eines Videos | mindestens 60 mal 30 Pixel, größer ist besser, unterstützte Formate wie beim Bild [4] |
| Foto im Unternehmensprofil | JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 mal 720 Pixel, mindestens 250 mal 250 Pixel [5] |
| Bild in der Google-Bildersuche | scharf und in hoher Qualität, keine sehr niedrige Auflösung und keine extremen Seitenverhältnisse für das bevorzugte Bild [1] |
Das Minimum für Videovorschaubilder ist eine technische Untergrenze. Für die Darstellung in der Suche willst du deutlich mehr, denn das Vorschaubild ist das Erste, was Suchende vom Video sehen. Wie ein gutes Vorschaubild entsteht, beschreibt der Ratgeber Thumbnails für YouTube.
Standbilder aus Videos richtig ablegen
Wer Videos produziert, hat ständig neue Bilddateien: Vorschaubilder, Standbilder für Beiträge, Hochformat-Fassungen für soziale Netzwerke. Hier lohnt das Schema besonders. Benenne das Vorschaubild nach dem Video, etwa erklaervideo-terminbuchung-vorschau.jpg, und gib ihm eine feste Adresse. Google empfiehlt für jedes Video ein eindeutiges Vorschaubild unter einer stabilen Adresse und rät von CDN-Adressen ab, die sich häufig ändern [4]. Ein Vorschaubild, das bei jedem Export einen neuen zufälligen Namen bekommt, steht dem im Weg.

So setzt du die Regeln durch
Regeln helfen nur, wenn sie beim Hochladen greifen. Leg das Namensschema und die Größenliste als kurze Notiz dort ab, wo alle sie finden, zum Beispiel im Redaktionsleitfaden. Wer Bilder exportiert, nutzt feste Exportvorgaben im Bildprogramm, damit Breiten und Qualität stimmen. Und prüfe alle paar Monate die zuletzt hochgeladenen Dateien: Wo stehen wieder Kameranamen, wo liegen Originale in voller Auflösung? Ein Blick in die Mediathek nach Dateigröße sortiert zeigt das meist schneller als jedes Prüfwerkzeug.
Wenn du deine Bilder geordnet hast und als Nächstes ein Video für die Website planst, übernimmt Jan bei SEO NW die Produktion, inklusive Vorschaubild mit sauberem Dateinamen. Frag bei Jan an und beschreib kurz, was das Video zeigen soll.
- Organisation Google image SEO best practices. Google Search Central. Stand 02.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Using responsive images in HTML. MDN Web Docs, Mozilla. Stand 06.11.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation img: The Image Embed element. MDN Web Docs, Mozilla. Stand 11.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Video SEO best practices. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Fotos und Videos zum Unternehmensprofil hinzufügen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Bringt ein guter Dateiname bessere Rankings?
Google nutzt den Dateinamen als Hinweis auf den Bildinhalt und empfiehlt kurze, beschreibende Namen. Der Alt-Text zählt laut Google mehr. Der Dateiname ist ein kleiner Baustein, der beim Export nichts kostet.
Soll ich Umlaute im Dateinamen verwenden?
Besser nicht. Schreib ae, oe, ue und ss aus, dann bleiben die Adressen lesbar und ohne kodierte Zeichen. Bei anderen Schriftsystemen empfiehlt Google URL-Kodierung.
Wie groß soll ein Bild sein?
So groß wie der breiteste Platz, an dem es erscheint, dazu eine doppelte Breite für Bildschirme mit hoher Pixeldichte. Mit srcset wählt der Browser die passende Fassung.
Soll ich alte Bilder umbenennen?
Nur wenn sie wichtig sind und du die Verweise anpassen kannst. Mit dem Namen ändert sich die Adresse, alte Links laufen sonst ins Leere. Bei neuen Bildern setzt du das Schema von Anfang an um.
Wie groß muss ein Video-Vorschaubild sein?
Google verlangt mindestens 60 mal 30 Pixel und empfiehlt größere Bilder. Das Bild braucht eine feste Adresse und ein unterstütztes Format wie JPEG, PNG oder WebP.
Video anfragen bei Jan
Schreib Jan, worum es gehen soll. Die Anfrage geht an 301@seo-manager.info, die Abstimmung läuft über SEO NW.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

