Das VideoObject Schema ist ein Satz strukturierter Daten, mit dem du Google und anderen Suchmaschinen sagst, was ein Video ist: Titel, Beschreibung, Vorschaubild, Dauer, Veröffentlichungsdatum und wo die Datei liegt. Ohne diese Angaben muss Google die Informationen aus der Seite und der Videodatei selbst ableiten. Mit ihnen kann Google das Video sicherer zuordnen und in Videofunktionen der Suche zeigen.
VideoObject ist ein Typ aus dem Vokabular von schema.org. Dort steht er in der Reihe Thing, CreativeWork, MediaObject und wird schlicht als Videodatei beschrieben [3]. Google nutzt nur einen Teil der möglichen Eigenschaften. Welche das sind, steht in der Dokumentation von Google Search Central [1].
Wofür Google VideoObject nutzt
Strukturierte Daten machen ein Video für die Darstellung als Videoergebnis geeignet. Sie sind auch die Grundlage für einige Sonderfunktionen: Kapitel in den Suchergebnissen über Clip oder SeekToAction und das rote LIVE-Logo bei Livestreams über BroadcastEvent [1]. Google weist darauf hin, dass Markup keine bestimmte Darstellung garantiert [2]. Die Wiedergabeseite muss außerdem indexiert sein und das Video muss gut sichtbar eingebettet sein. Die Grundlagen dazu stehen im Ratgeber Video SEO: Videos in Google sichtbar machen.
Die drei Pflichtangaben
Damit Google ein VideoObject verwertet, müssen drei Eigenschaften gesetzt sein [1]:

| Property | Inhalt | Hinweis |
|---|---|---|
| name | Titel des Videos | für jedes Video auf der Website eindeutig |
| thumbnailUrl | Adresse des Vorschaubilds | stabile Adresse, Richtlinien für Vorschaubilder beachten |
| uploadDate | Datum und Uhrzeit der Erstveröffentlichung | Format ISO 8601, möglichst mit Zeitzone |
Fehlt die Zeitzone im uploadDate, verwendet Google die Zeitzone des Googlebot [1]. Wer Videos zu einer bestimmten Uhrzeit veröffentlicht, gibt sie deshalb mit an, zum Beispiel mit dem Zusatz +01:00 für die mitteleuropäische Winterzeit.
Für das Vorschaubild gelten eigene Regeln: Formate BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG oder AVIF, mindestens 60 mal 30 Pixel, abrufbar für Googlebot ohne Sperre in der robots.txt und ohne Anmeldung [2]. Gibst du dasselbe Video auch in einer Sitemap oder per Open Graph an, muss die Bildadresse überall gleich sein [2].
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Empfohlene Properties
Neben den Pflichtangaben empfiehlt Google weitere Eigenschaften [1]:
| Property | Inhalt |
|---|---|
| description | Beschreibung des Videos, für jedes Video eigener Text, HTML-Tags werden ignoriert |
| duration | Dauer im Format ISO 8601, etwa PT1M54S für eine Minute und 54 Sekunden |
| contentUrl | Adresse der Videodatei selbst, nicht der Seite |
| embedUrl | Adresse des Players, meist der Wert im src eines iframe |
| expires | Zeitpunkt, ab dem das Video nicht mehr verfügbar ist, nur bei Videos mit Ablauf |
| creator oder author | Person oder Organisation, die das Video erstellt hat |
| interactionStatistic | Aufrufe, Likes, Kommentare oder Teilungen als InteractionCounter |
| regionsAllowed oder ineligibleRegion | Länder, in denen das Video verfügbar oder gesperrt ist, nach ISO 3166-1 |
| hasPart | Abschnitte des Videos als Clip |
| publication | Livestream als BroadcastEvent |
Am wichtigsten ist contentUrl. Google nennt diese Angabe die wirksamste Methode, damit die Videodatei abgerufen wird. Ist sie nicht verfügbar, gibst du embedUrl an [1]. Die Datei muss in einem unterstützten Format vorliegen, etwa MP4, WebM oder MOV [2]. Seit Oktober 2019 empfiehlt Google interactionStatistic statt der älteren Angabe interactionCount [1].
Kapitel mit Clip und SeekToAction
Längere Videos lassen sich in Abschnitte gliedern, die Google als wichtige Momente zeigen kann. Es gibt zwei Wege [2]:

Mit Clip legst du jeden Abschnitt selbst fest. Jeder Clip bekommt einen Namen, eine Startzeit in Sekunden (startOffset), eine Adresse, die direkt zu dieser Stelle springt, und möglichst eine Endzeit (endOffset). Die Clips stehen in hasPart innerhalb des VideoObject [1]. Diese Variante wird in allen Sprachen unterstützt, in denen es die Google-Suche gibt [2].
Mit SeekToAction sagst du Google nur, wie in deinen Adressen ein Zeitstempel aussieht, zum Beispiel ?t=30. Google erkennt die Abschnitte dann selbst und verlinkt auf die passenden Stellen. Diese Variante ist unter anderem für Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch verfügbar [2].
Ist das Video auf YouTube gehostet, reichen Zeitstempel in der Videobeschreibung [2]. Google bevorzugt Abschnitte, die über strukturierte Daten oder die YouTube-Beschreibung festgelegt sind, vor automatisch erkannten [2].
Livestreams mit BroadcastEvent
Für das LIVE-Logo in der Suche verschachtelst du in publication ein BroadcastEvent. Erforderlich sind dort isLiveBroadcast, startDate und endDate. Ist das Ende noch unbekannt, empfiehlt Google eine Schätzung für endDate [1]. Nach dem Livestream bleibt das VideoObject stehen, wenn die Aufzeichnung weiter abrufbar ist.
Ein Beispiel in Worten
Angenommen, ein Tischler veröffentlicht ein Erklärvideo zur Pflege geölter Holzoberflächen auf einer eigenen Seite seiner Website. Das VideoObject dazu enthält als name den Titel des Videos, etwa "Geölte Tischplatten richtig pflegen". In description steht in zwei Sätzen, was das Video zeigt und für wen es gedacht ist. thumbnailUrl verweist auf ein Vorschaubild, das dauerhaft unter derselben Adresse liegt. uploadDate nennt Datum, Uhrzeit und Zeitzone der Erstveröffentlichung. duration gibt die Länge an, zum Beispiel PT3M20S für drei Minuten und 20 Sekunden. contentUrl zeigt auf die MP4-Datei. Hat das Video drei Abschnitte, etwa Reinigen, Nachölen und Polieren, stehen sie als drei Clips in hasPart, jeweils mit Startzeit, Endzeit und einer Adresse, die an diese Stelle springt.
Wie du das Markup einbaust
Die Dokumentation von Google zeigt Beispiele in JSON-LD und in Mikrodaten [1]. JSON-LD ist für die meisten Websites am einfachsten, weil der Block getrennt vom sichtbaren HTML im Kopf oder Körper der Seite steht. Viele Systeme erzeugen das Markup über Erweiterungen. Für WordPress zum Beispiel beschreibt wpseo das Thema im Ratgeber Schema Markup für WordPress.
Zwei Regeln gelten unabhängig vom Format. Die Angaben müssen zum tatsächlichen Videoinhalt passen und zu den anderen Metadaten, die du bereitstellst [2]. Und name, description und thumbnailUrl müssen für jedes Video eindeutig sein. Wer zehn Videos mit derselben Beschreibung auszeichnet, macht es Google schwer, sie auseinanderzuhalten.
Markup prüfen
Google empfiehlt zwei Schritte [1]:

- Den Code mit dem Test für Rich-Suchergebnisse prüfen und alle kritischen Fehler beheben. Nicht kritische Hinweise zu beheben verbessert die Qualität, ist aber keine Voraussetzung.
- Einige Seiten veröffentlichen und mit dem URL-Prüftool ansehen, wie Google sie sieht. Die Seiten dürfen nicht durch robots.txt, noindex oder eine Anmeldung gesperrt sein.
Danach zeigt der Bericht zur Videoindexierung in der Search Console, welche Videos indexiert wurden und warum andere fehlen. Was die einzelnen Gründe bedeuten, erklärt faq unter Bericht Videoindexierung verstehen. Allgemeine Werkzeuge zum Testen stellt der Beitrag Rich Results Test und Schema Validator vor.
Häufige Fehler
- uploadDate ohne Uhrzeit und Zeitzone oder in einem anderen Format als ISO 8601.
- contentUrl zeigt auf die Seite statt auf die Videodatei.
- Vorschaubild liegt auf einer Adresse, die das CDN regelmäßig ändert.
- Markup für ein Video, das auf der Seite gar nicht zu sehen ist.
- Dieselbe Beschreibung für mehrere Videos.
Du willst ein Video, das von Anfang an mit sauberem Vorschaubild, Kapiteln und passenden Angaben für die Suche geliefert wird? Frag bei Jan an, er plant die Kapitel schon beim Schnitt mit.
- Organisation Schema-Markup für Videos (VideoObject, Clip, BroadcastEvent). Google Search Central. Stand 24.09.2026. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Best Practices für die Suchmaschinenoptimierung für Videos. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation VideoObject. schema.org. Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Welche Angaben sind bei VideoObject Pflicht?
Google verlangt name, thumbnailUrl und uploadDate. Ohne diese drei Angaben kommt ein Video nicht für Videofunktionen auf Basis strukturierter Daten in Frage.
Muss ich contentUrl und embedUrl beide angeben?
Google empfiehlt contentUrl, weil Google damit die Videodatei am zuverlässigsten abrufen kann. Ist keine direkte Dateiadresse verfügbar, etwa bei einem Player eines Anbieters, gibst du embedUrl an. Beides zusammen ist erlaubt.
Wie gebe ich die Dauer an?
Im Format ISO 8601. PT1M54S bedeutet eine Minute und 54 Sekunden, PT30M5S dreißig Minuten und fünf Sekunden.
Brauche ich VideoObject auch für eingebettete YouTube-Videos?
Google empfiehlt es auch für eigene Wiedergabeseiten mit einem Player eines Drittanbieters. So kann Google dein Video auf deiner Seite sicher zuordnen.
Garantiert das Markup ein Videoergebnis?
Nein. Strukturierte Daten machen ein Video geeignet, die Entscheidung über die Darstellung trifft Google je Suchanfrage.
Video anfragen bei Jan
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

