Viele Unternehmen stellen sich unter einem Imagefilm vor allem den Drehtag vor: Kamera, Licht, ein paar Stunden Aufnahmen im Betrieb. Tatsächlich ist der Drehtag nur ein Teil des Ablaufs, und oft nicht der längste. Davor liegen Briefing, Konzept und Planung, danach Schnitt, Abnahme und Veröffentlichung. Diese Seite beschreibt den Imagefilm-Ablauf in sieben Phasen und sagt bei jeder, was du selbst beitragen kannst. Ob sich ein Imagefilm für deine Firma lohnt und was hineingehört, klärt der Ratgeber Imagefilm für kleine Firmen.
Phase 1: Briefing
Am Anfang steht ein Gespräch über Ziel und Einsatz. Soll der Film neue Kunden ansprechen, Bewerber gewinnen oder Partnern zeigen, wie der Betrieb arbeitet? Läuft er auf der Startseite, auf einer Messe, in sozialen Netzwerken oder im Unternehmensprofil bei Google? Von diesen Antworten hängt fast alles ab, auch die Länge. Wistia ordnet Videos für Markenbekanntheit und soziale Netzwerke in den Bereich unter einer Minute ein [1]. Wie lang ein Firmenvideo je nach Ziel sein sollte, beschreibt der Ratgeber Wie lang sollte ein Firmenvideo sein.
Dein Beitrag in dieser Phase: Schreib auf, was Zuschauer nach dem Film über dich wissen sollen, und sammle Beispiele von Filmen, die dir gefallen oder eben nicht gefallen. Beides hilft mehr als lange Beschreibungen.
Phase 2: Konzept
Aus dem Briefing entsteht ein Konzept. Es beschreibt die Idee in wenigen Sätzen, den Ton des Films und die Szenen in ihrer Reihenfolge. Kommen Menschen zu Wort, steht fest, wer spricht und worüber. Bei Interviews werden die Fragen vorbereitet, keine fertigen Antworten. Abgelesene Antworten wirken vor der Kamera fast immer steif.
Mit dem Konzept entscheidet sich auch, ob Sprecher, Musik oder Grafiken dazukommen. Musik braucht eine Lizenz, die zum Einsatz passt, etwa Website, soziale Netzwerke und Messe. Kläre das hier, nicht erst beim Schnitt. Das freigegebene Konzept ist die Grundlage für alles Weitere.
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Phase 3: Drehplanung
Jetzt wird es praktisch. Ein Drehplan legt fest, an welchem Ort welche Szene zu welcher Zeit gedreht wird, wer dabei sein muss und was vorbereitet sein muss. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der Grund, warum ein Drehtag ruhig bleibt.

- Drehorte: Welche Räume, welche Maschinen, welche Außenansicht? Wie ist das Licht zu welcher Tageszeit?
- Personen: Wer ist zu sehen, wer spricht? Alle Mitwirkenden wissen vorher, wofür der Film genutzt wird, und stimmen zu.
- Kunden und Dritte: Wer im Bild erkennbar ist und nicht zum Team gehört, wird vorher gefragt.
- Betrieb: Laufen Maschinen, wird produziert, ist Kundenverkehr? Das beeinflusst Ton und Ablauf.
- Kleidung und Ordnung: einheitlich, ohne fremde Marken auf Shirts und Bechern, aufgeräumte Arbeitsplätze.
Sind Luftaufnahmen geplant, gehört die Drohne in diese Phase. Nach dem Luftfahrt-Bundesamt muss sich als Betreiber registrieren, wer eine Drohne ab 250 Gramm betreibt, und auch bei leichteren Drohnen, wenn sie mit einer Kamera oder einem ähnlichen Sensor ausgestattet sind. Zur Registrierung gehört die Angabe einer Versicherung [2]. In der offenen Kategorie gilt unter anderem eine Höhe von höchstens 120 Metern über Grund und Sichtkontakt während des ganzen Flugs. Zwischen gewerblichem und privatem Betrieb unterscheidet das Luftrecht dabei nicht [3]. Wer die Aufnahmen fliegt, sollte das klären, bevor der Drehtag feststeht.
Phase 4: Drehtag
Der Drehtag beginnt mit dem Aufbau von Licht, Kamera und Ton. Erst dann wird gedreht, meist nach Orten geordnet und selten in der Reihenfolge des Films. Neben den geplanten Szenen entstehen Zwischenschnitte, also kurze Aufnahmen von Händen, Werkzeugen, Details und Umgebung, die später den Schnitt tragen. Interviews werden in einem ruhigen Raum aufgenommen, mit Mikrofon nah an der sprechenden Person.

Für dich heißt das: Plane eine Ansprechperson, die den ganzen Tag erreichbar ist, Türen öffnet und Fragen beantwortet. Gib den Mitwirkenden vorher Bescheid, wann sie dran sind. Und rechne damit, dass der Betrieb an diesem Tag etwas langsamer läuft. Wenn der Drehtag zwischen Tür und Angel stattfindet, sieht man das dem Film an.
Phase 5: Schnitt, Ton und Farbe
Nach dem Dreh sichtet die Produktion das Material und baut einen Rohschnitt nach dem Konzept. Darauf folgen Feinschnitt, Farbkorrektur, Tonmischung mit Musik und gegebenenfalls Sprecher sowie Grafiken und Einblendungen. Zum Schnitt gehören auch Untertitel. Sie sind nach dem W3C eine Textfassung der gesprochenen und der übrigen wichtigen Toninformationen, synchron zum Video. Automatisch erzeugte Untertitel reichen nur, wenn sie völlig fehlerfrei sind [4]. Da viele Menschen Imagefilme in sozialen Netzwerken ohne Ton sehen, lohnen sich eingebrannte Untertitel für diese Fassung.

Phase 6: Abnahme
Du bekommst eine Fassung zur Ansicht und gibst Anmerkungen zurück. Am besten gesammelt, von einer Person, mit Zeitangabe im Video, damit klar ist, welche Stelle gemeint ist. Änderungen am Schnitt sind in dieser Phase noch gut möglich. Neue Szenen, die nicht gedreht wurden, lassen sich dagegen kaum noch einbauen, deshalb sind die Phasen 2 und 3 so wichtig. Nach der letzten Korrekturrunde folgt die Freigabe und der Export in die vereinbarten Formate.
Die Formate hängen vom Einsatzort ab. Für die Website ist meist das Querformat richtig, für Reels und Stories das Hochformat. Im Unternehmensprofil bei Google sind Videos von höchstens 30 Sekunden, bis 75 MB und ab 720p erlaubt [5]. Eine kurze Fassung für diese Kanäle plant man am besten schon im Konzept mit.
Phase 7: Veröffentlichung
Ein Imagefilm, der nur auf einer Festplatte liegt, bringt nichts. Auf der Website braucht er eine Seite, auf der er im Mittelpunkt steht. Google empfiehlt für Videos eine Wiedergabeseite mit eigenem Titel und eigener Beschreibung, ein Vorschaubild unter fester Adresse und ein Video, das ohne Klick lädt und nicht hinter anderen Elementen versteckt ist [6]. Was dabei sonst zu beachten ist, fasst die Video-SEO-Checkliste zusammen. Für das Unternehmensprofil gibt es auf local Tipps unter Google-Unternehmensprofil optimieren.
Plane außerdem, wo der Film sonst läuft: im Newsletter, auf der Karriereseite, auf Messen, als Ausschnitte in sozialen Netzwerken. Je mehr Einsatzorte du vorher kennst, desto besser lassen sich die Fassungen beim Schnitt vorbereiten.
Wie es bei SEO NW abläuft
Bei SEO NW übernimmt Jan die Produktion von Imagefilmen. Abgerechnet wird nach Aufwand zum Stundensatz aus dem Shop, die Einschätzung bekommst du nach dem Briefing. Wie die Zusammenarbeit im Einzelnen aussieht, beschreibt die Seite Ablauf einer Videoproduktion.
Du planst einen Imagefilm und willst wissen, wie der Ablauf bei deinem Betrieb aussehen könnte? Frag bei Jan an und beschreib kurz, was der Film zeigen soll und wo er laufen wird.
- Studie How to Choose the Right Marketing Video Length for Any Goal. Wistia, Ezra Fishman und Chiara Hoogervorst. Stand 01.07.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Behörde Betreiberregistrierung. Luftfahrt-Bundesamt. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Behörde FAQ Allgemeine Informationen zu Drohnen. Luftfahrt-Bundesamt. Stand 14.12.2023. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Captions/Subtitles. W3C Web Accessibility Initiative. Stand 17.09.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Fotos und Videos zum Unternehmensprofil hinzufügen. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Video SEO best practices. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie läuft eine Imagefilm-Produktion ab?
In sieben Phasen: Briefing, Konzept, Drehplanung, Drehtag, Schnitt mit Ton und Farbe, Abnahme und Veröffentlichung. Die meisten Entscheidungen fallen vor dem Dreh.
Was muss ich für den Drehtag vorbereiten?
Eine Ansprechperson für den ganzen Tag, aufgeräumte Drehorte, informierte Mitwirkende und die Zustimmung aller, die erkennbar zu sehen sind. Kläre auch, ob Maschinen laufen oder Kundenverkehr herrscht.
Brauche ich für Drohnenaufnahmen eine Genehmigung?
Wer eine Drohne ab 250 Gramm oder eine leichtere Drohne mit Kamera betreibt, muss sich laut Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und eine Versicherung angeben. Wer höher als 120 Meter oder außer Sicht fliegen will, verlässt die offene Kategorie.
Kann ich nach dem Dreh noch Szenen ergänzen?
Kaum, ohne neuen Drehtag. Änderungen am Schnitt sind in der Abnahme gut möglich, neue Szenen nicht. Deshalb lohnt die Zeit für Konzept und Drehplan.
In welchen Formaten bekomme ich den Film?
In den Formaten, die vorher vereinbart wurden, etwa Querformat für die Website und Hochformat für soziale Netzwerke. Für das Google-Unternehmensprofil gilt eine Grenze von 30 Sekunden.
Video anfragen bei Jan
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

