Google empfiehlt Video-Sitemaps, um neue Videos und Videos, die beim Crawlen leicht übersehen werden, bekannt zu machen. Neben der Sitemap unterstützt Google auch mRSS-Feeds [1]. Wer schon strukturierte Daten vom Typ VideoObject auf den Seiten hat, fragt sich zu Recht, wozu noch eine Sitemap gut ist. Die kurze Antwort: Sie bündelt alle Videos einer Website an einer Stelle, und Google muss nicht erst jede Seite besuchen, um sie zu finden. Dieser Ratgeber zeigt, wie du eine Video-Sitemap erstellst, welche Tags Pflicht sind, welche du dir sparen kannst und worauf du bei YouTube-Videos achtest.
Bevor du anfängst
Eine Video-Sitemap ändert nichts an den Grundvoraussetzungen. Google indexiert ein Video nur, wenn die Wiedergabeseite indexiert ist und das Video dort sichtbar eingebettet ist [2]. In die Sitemap gehören außerdem nur Videos, die zum Hauptinhalt der jeweiligen Seite passen [1]. Ein Imagefilm, der auf jeder Unterseite im Fuß mitläuft, gehört nicht unter jede dieser Seiten.
Prüfe auch die Erreichbarkeit. Alle Adressen in der Sitemap muss der Googlebot abrufen können. Sie dürfen nicht durch die robots.txt gesperrt sein, keine Anmeldung oder Metadateien verlangen, nicht hinter einer Firewall liegen und keine Streaming-Protokolle nutzen. Unterstützt werden nur HTTP und FTP [1]. Was sonst vor dem Veröffentlichen zu prüfen ist, steht in der Video-SEO-Checkliste.
Der Aufbau Schritt für Schritt
- Lege eine normale XML-Sitemap an und melde im Wurzelelement urlset zusätzlich den Namensraum http://www.google.com/schemas/sitemap-video/1.1 an [1].
- Schreib für jede Seite mit Video einen Eintrag url mit der Adresse der Wiedergabeseite in loc.
- Füge darin für jedes Video einen Block video:video ein. Eine Seite darf mehrere Videos haben [1].
- Trag in diesem Block die Pflichtangaben ein, dann die optionalen, die für dich sinnvoll sind.
- Speichere die Datei in UTF-8 und nutze überall vollständige, absolute Adressen [3].
Jeder Tag darf je Video nur einmal vorkommen, sofern Google nichts anderes angibt [1]. Für die Datei gelten die Grenzen jeder Sitemap: höchstens 50.000 Adressen oder 50 MB unkomprimiert, größere Bestände teilst du auf und fasst sie in einer Indexdatei zusammen [3]. Wie eine Sitemap allgemein entsteht, zeigt der Ratgeber XML-Sitemap erstellen auf der Hauptseite.

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Die Pflichtangaben
| Tag | Inhalt |
|---|---|
| video:thumbnail_loc | Adresse des Vorschaubilds |
| video:title | Titel des Videos, HTML-Zeichen maskiert oder in einem CDATA-Block |
| video:description | Beschreibung mit höchstens 2.048 Zeichen, passend zur Beschreibung auf der Seite, aber nicht zwingend gleich |
| video:content_loc oder video:player_loc | mindestens eine der beiden Adressen, Google empfiehlt content_loc, wenn möglich |
Alle Angaben in der Tabelle stammen aus Googles Dokumentation zu Video-Sitemaps [1]. Bei content_loc gibst du die Adresse der Videodatei an, in einem unterstützten Format. HTML und Flash zählen nicht dazu. Die Adresse muss sich von der Seitenadresse in loc unterscheiden. In den strukturierten Daten entspricht sie contentUrl [1]. Bei player_loc steht die Adresse eines Players für genau dieses Video, oft die Adresse aus dem src eines Einbettungscodes. Auch sie darf nicht gleich loc sein und entspricht embedUrl [1]. Das Vorschaubild sollte überall dieselbe Adresse haben, in der Sitemap, im Markup und im poster-Attribut [2].
Optionale Angaben, die sich lohnen
Google kennt eine ganze Reihe weiterer Tags [1]. Nicht alle brauchst du. Diese sind für Unternehmenswebsites meist sinnvoll:
- video:duration: die Länge in Sekunden, von 1 bis 28.800, also bis acht Stunden.
- video:publication_date: das Datum der Erstveröffentlichung im W3C-Format.
- video:expiration_date: nur bei Videos, die wirklich ablaufen, etwa einer befristeten Aktion. Läuft ein Video nicht ab, lässt du den Tag weg.
- video:family_friendly: fehlt der Tag, ist das Video auch mit aktivem SafeSearch verfügbar.
- video:uploader: der Name dessen, der das Video hochgeladen hat, mit höchstens 255 Zeichen.
- video:tag: kurze Schlagworte, je Tag ein eigenes Element, bis zu 32 je Video.
Für besondere Fälle gibt es video:restriction mit Ländercodes nach ISO 3166 und video:platform für web, mobile oder tv, jeweils mit dem Attribut relationship und dem Wert allow oder deny. Beide wirken nur auf die Suchergebnisse, den Zugriff auf das Video selbst sperren sie nicht [1]. Livestreams kennzeichnest du mit video:live. Ein Ablaufdatum in der Vergangenheit nimmt ein Video aus den Videoergebnissen, deshalb setzt du es nicht an Videos, die noch verfügbar sind [2].
Tags, die du streichen kannst
Google führt einige Tags als veraltet: video:category, video:gallery_loc, video:price, video:tvshow sowie die Attribute autoplay und allow_embed an video:player_loc [1]. Ältere Plugins schreiben sie manchmal noch. Wenn du die Sitemap selbst erzeugst, lässt du sie weg.
YouTube, Vimeo und eigene Videos
Liegt das Video auf YouTube oder Vimeo, hast du in der Regel keine direkte Adresse der Videodatei. Für solche Plattformen nennt Google player_loc statt content_loc [1]. In loc steht trotzdem deine eigene Seite, auf der das Video eingebettet ist. Die Sitemap meldet also, dass deine Seite dieses Video zeigt. Wie YouTube selbst rankt, ist ein eigenes Thema, das der Ratgeber YouTube SEO für Unternehmen behandelt.

Bei selbst gehosteten Videos gibst du content_loc an. Die Datei braucht dann eine feste Adresse, die nicht bei jedem Abruf wechselt. Google nennt stabile Adressen der Videodatei als Voraussetzung für Videovorschauen und wichtige Momente [2].
Eigene Datei, gemeinsame Datei oder mRSS
Du kannst eine eigene Sitemap nur für Videos anlegen oder die Video-Tags in eine bestehende Sitemap einfügen [1]. Dasselbe gilt für Bilder, die Erweiterung dafür beschreibt der Ratgeber Bildersitemap. Für Websites mit wenigen Videos ist die gemeinsame Datei bequem. Wer viele Videos über ein eigenes System verwaltet, führt sie besser getrennt.
Statt einer Sitemap akzeptiert Google auch einen mRSS-Feed, also RSS 2.0 mit Medienerweiterung. Pflicht sind dort media:content mit medium="video", ein Titel mit höchstens 100 Zeichen, eine Beschreibung mit höchstens 2.048 Zeichen und ein Vorschaubild [1]. Treten im Bericht zur Videoindexierung Fehler im mRSS-Feed auf, rät Google, stattdessen schema.org-Markup zu verwenden [4].
Einreichen und prüfen
Reiche die Sitemap im Sitemap-Bericht der Search Console ein oder nenne sie in der robots.txt mit einer Zeile Sitemap:. Google versteht das als Hinweis, ein Abruf ist nicht garantiert. Die Werte priority und changefreq ignoriert Google, lastmod nutzt es nur, wenn die Angabe durchgehend und nachprüfbar stimmt [3]. Ob die Videos ankommen, zeigt der Bericht zur Videoindexierung. Hilfreich ist der Tipp aus der Search-Console-Hilfe, den Bericht nach einer Sitemap mit den wichtigsten Seiten zu filtern, denn eine Prüfung für einen Teil der Adressen geht meist schneller [4]. Die Angaben in Sitemap und VideoObject sollten zueinander passen. Wie das Markup aufgebaut ist, steht im Ratgeber VideoObject: strukturierte Daten für Videos.

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- Organisation Video sitemaps and alternatives. Google Search Central. Stand 20.05.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Video SEO best practices. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Build and submit a sitemap. Google Search Central. Stand 08.07.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bericht zur Videoindexierung. Search Console-Hilfe, Google. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Brauche ich eine Video-Sitemap, wenn ich VideoObject nutze?
Pflicht ist sie nicht. Google empfiehlt Video-Sitemaps vor allem für neue Videos und solche, die beim Crawlen übersehen werden. Viele Websites nutzen beides und halten die Angaben gleich.
content_loc oder player_loc?
content_loc, wenn du die Adresse der Videodatei hast, das empfiehlt Google. Bei YouTube, Vimeo und ähnlichen Plattformen nimmst du player_loc. Beide Adressen müssen sich von der Seitenadresse in loc unterscheiden.
Wie lang darf die Beschreibung sein?
Höchstens 2.048 Zeichen. Sie soll zur Beschreibung auf der Seite passen, muss aber nicht wortgleich sein.
Darf ich Video- und Bildangaben in dieselbe Sitemap schreiben?
Ja. Google erlaubt, die Erweiterungen in eine bestehende Sitemap einzufügen oder getrennte Dateien zu führen.
Welche Tags sind veraltet?
video:category, video:gallery_loc, video:price und video:tvshow sowie die Attribute autoplay und allow_embed an video:player_loc.
Video anfragen bei Jan
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

