Fast jede Website braucht Bilder, und fast jedes Unternehmen steht irgendwann vor derselben Frage: Lassen wir eigene Fotos machen, oder nehmen wir Bilder aus einer Stockdatenbank? Beides hat seinen Platz. Die Entscheidung hängt davon ab, was das Bild zeigen soll, wie oft es gebraucht wird und welches Budget da ist. Diese Seite hilft dir, für jede Bildart die passende Lösung zu finden, und erklärt, welche rechtlichen Punkte du in beiden Fällen beachten musst.
Was Stockfotos gut können
Stockfotos sind sofort verfügbar. Für ein Symbolbild zu einem Ratgeber, einen Hintergrund oder ein Motiv, das sich selbst kaum fotografieren lässt, findest du in großen Bilddatenbanken in Minuten eine Auswahl. Manche Angebote sind kostenlos. Die Lizenz von Unsplash etwa erlaubt die kostenlose Nutzung auch für kommerzielle Zwecke, ohne dass eine Namensnennung nötig ist [1]. Verboten ist dort unter anderem, die Bilder ohne wesentliche Veränderung zu verkaufen [1].
Für allgemeine Themen ist das praktisch. Ein Bild von einer Tastatur, einem Kalender oder einer Landschaft muss nicht aus deinem Unternehmen stammen, um seinen Zweck zu erfüllen.
Wo Stockfotos an Grenzen stoßen
Das größte Problem ist die Austauschbarkeit. Beliebte Motive tauchen auf vielen Websites auf, auch bei Mitbewerbern. Das lächelnde Team im hellen Büro, der Handschlag vor der Glasfassade: Besucher haben solche Bilder schon oft gesehen und verbinden sie nicht mit deinem Unternehmen. Bei Seiten, auf denen es um Vertrauen geht, also Über uns, Team, Leistungen und Referenzen, wirkt das schnell beliebig.

Dazu kommen Lizenzfragen. Jede Bilddatenbank hat eigene Bedingungen. Manche verlangen eine Namensnennung an einer bestimmten Stelle, manche begrenzen die Auflage bei Druckprodukten oder schließen bestimmte Nutzungen aus. Die Lizenz von Unsplash regelt zum Beispiel nicht ausdrücklich Marken oder erkennbare Personen auf den Bildern [1]. Wer ein Bild mit einer erkennbaren Person für Werbung nutzt, sollte deshalb prüfen, ob es eine Einwilligung dieser Person gibt, denn Bildnisse dürfen nach dem Kunsturhebergesetz nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden [4].
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Schreib Jan, worum es gehen soll. Die Anfrage geht an 301@seo-manager.info, die Abstimmung läuft über SEO NW.
Was eigene Fotos bringen
Eigene Fotos zeigen, was es nur bei dir gibt: die Werkstatt, das Ladengeschäft, die Menschen, mit denen Kunden sprechen werden, die Produkte, wie sie wirklich aussehen. Das schafft Wiedererkennung. Wer im Laden steht und das Team von der Website kennt, fühlt sich bestätigt. In unseren Projekten sehen wir, dass gerade kleine Betriebe mit eigenen Bildern einen persönlichen Eindruck hinterlassen, den große Anbieter mit Stockfotos nicht erreichen.

Eigene Fotos lassen sich außerdem überall einsetzen, auf der Website, im Unternehmensprofil bei Google, in sozialen Netzwerken und in Drucksachen. Wer die Nutzungsrechte vorher sauber regelt, muss sich später keine Gedanken über Lizenzbedingungen machen.
Urheberrecht bei eigenen Fotos
Auch bei eigenen Fotos gibt es Rechte, die du kennen solltest. Fotos sind in Deutschland nach dem Urheberrechtsgesetz geschützt, und zwar auch einfache Lichtbilder ohne künstlerischen Anspruch [2]. Der Schutz für Lichtbilder endet nach dem Gesetz in der Regel fünfzig Jahre nach ihrem Erscheinen, bei einem nie erschienenen Foto fünfzig Jahre nach der Herstellung [2]. Der Urheber hat außerdem das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft [3].
Für die Praxis heißt das: Wenn ein Fotograf für dich fotografiert, halte schriftlich fest, wofür du die Bilder nutzen darfst, zeitlich und räumlich, auf welchen Kanälen und ob eine Namensnennung gewünscht ist. Fotografiert jemand aus deinem Unternehmen, ist die Lage einfacher, aber auch hier lohnt eine kurze Regelung, etwa wenn die Person das Unternehmen später verlässt.
Personen auf eigenen Fotos
Zeigen deine Fotos Mitarbeiter oder Kunden, brauchst du deren Einwilligung, bevor du die Bilder veröffentlichst [4]. Hol sie schriftlich ein und beschreib, wo die Bilder erscheinen. Bei Mitarbeitern ist auch zu klären, was mit den Bildern passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt. Bei Fotos in Räumen mit Kunden achten wir darauf, dass niemand erkennbar ist, der nicht zugestimmt hat.
Welche Lösung für welches Bild
| Bildart | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Team und Ansprechpartner | eigene Fotos | Besucher wollen sehen, mit wem sie sprechen |
| Räume, Werkstatt, Laden | eigene Fotos | zeigt den echten Ort und schafft Wiedererkennung |
| Produkte | eigene Fotos | das Produkt muss so aussehen wie geliefert |
| Referenzen und Projekte | eigene Fotos | belegt die eigene Arbeit |
| Symbolbilder in Ratgebern | Stockfotos oder Illustrationen | allgemeines Thema, kein Bezug zum Unternehmen nötig |
| Hintergründe und Stimmungen | Stockfotos | schnell verfügbar, austauschbar ist hier kein Nachteil |
Kosten im Vergleich
Auf den ersten Blick sind Stockfotos günstiger. Ein kostenloses oder günstig lizenziertes Bild steht in Minuten auf der Seite, während ein Fotoshooting Planung, einen Termin und Nachbearbeitung braucht. Die Rechnung ändert sich, wenn du über mehrere Jahre denkst. Eigene Bilder aus einem gut geplanten Shooting reichen oft für Website, Unternehmensprofil, soziale Netzwerke und Drucksachen zugleich. Bezahlte Stocklizenzen dagegen gelten je nach Anbieter nur für bestimmte Nutzungen, und jedes neue Motiv kostet erneut Zeit für die Suche.
Bei SEO NW rechnen wir Videoproduktion nach Aufwand ab, zum Stundensatz von 200 Euro netto montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, außerhalb dieser Zeiten 400 Euro netto. Vor dem Auftrag schätzen wir, wie viele Stunden für Planung, Aufnahmen und Bearbeitung nötig sind.
Die Mischform
Die meisten Websites fahren mit einer Mischung gut. Eigene Fotos stehen dort, wo es um dein Unternehmen geht: auf der Startseite, bei Team, Leistungen und Referenzen. Stockfotos oder Illustrationen füllen die Ratgeber und Blogbeiträge, in denen allgemeine Themen erklärt werden. Wichtig ist ein einheitlicher Eindruck. Achte bei Stockfotos auf ähnliche Farben und Lichtstimmungen wie bei deinen eigenen Bildern, damit die Seite nicht wie aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt wirkt.
KI-Bilder als dritter Weg
Inzwischen gibt es eine dritte Möglichkeit: Bilder, die mit KI erzeugt werden. Sie eignen sich für Symbolbilder und Szenen, die es so nicht gibt. Für Team, Räume oder Produkte sind sie ungeeignet, weil sie etwas zeigen würden, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Was beim Einsatz von KI-Bildern zu beachten ist, beschreibt unser Ratgeber KI-Bilder und KI-Video im Unternehmen.
Was ein eigenes Fotoshooting braucht
Ein gutes Shooting beginnt mit einer Liste: Welche Bilder werden für welche Seiten gebraucht, in welchem Format, mit welchen Personen? Dazu kommen ein Termin, an dem Räume aufgeräumt und Mitarbeiter da sind, gutes Licht und genügend Zeit für mehrere Aufnahmen je Motiv. Nach dem Shooting werden die Bilder ausgewählt, bearbeitet und für die Website vorbereitet. Wie das geht, steht im Ratgeber Bilder für Websites optimieren. Für Produktbilder gibt es einen eigenen Ratgeber zum Retuschieren von Produktfotos.

Du willst weg von austauschbaren Stockfotos und brauchst eigene Videos für deine Website? Frag bei Jan an. Er übernimmt bei SEO NW die Videoproduktion und bespricht mit dir, welche Motive du wirklich brauchst. Fotoshootings und Fotobearbeitung gehören nicht dazu.
- Organisation Unsplash License. Unsplash. Stand 2026. abgerufen am 30.10.2026
- Gesetz § 72 UrhG Lichtbilder. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 30.10.2026
- Gesetz § 13 UrhG Anerkennung der Urheberschaft. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 30.10.2026
- Gesetz § 22 KunstUrhG Recht am eigenen Bilde. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Darf ich kostenlose Stockfotos für meine Firmenwebsite nutzen?
Das hängt von der Lizenz der jeweiligen Datenbank ab. Die Unsplash-Lizenz erlaubt zum Beispiel die kostenlose kommerzielle Nutzung ohne Namensnennung. Lies die Bedingungen jeder Quelle genau.
Brauche ich die Einwilligung meiner Mitarbeiter für Teamfotos?
Ja. Nach dem Kunsturhebergesetz dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden. Hol die Einwilligung schriftlich ein und beschreib, wo die Bilder erscheinen.
Sind Handyfotos urheberrechtlich geschützt?
Ja. Auch einfache Lichtbilder sind nach § 72 UrhG geschützt, unabhängig von künstlerischem Anspruch. Der Schutz endet in der Regel fünfzig Jahre nach dem Erscheinen.
Für welche Bilder lohnen sich eigene Fotos am meisten?
Für Team, Räume, Produkte und Referenzen. Dort wollen Besucher sehen, wie es bei dir wirklich aussieht.
Kann ich KI-Bilder statt Stockfotos nehmen?
Für Symbolbilder ja. Für Team, Räume und Produkte nicht, weil KI-Bilder dann etwas zeigen, das es so nicht gibt.
Video anfragen bei Jan
Schreib Jan, worum es gehen soll. Die Anfrage geht an 301@seo-manager.info, die Abstimmung läuft über SEO NW.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

