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Ratgeber

KI-Bilder und KI-Video im Unternehmen sinnvoll einsetzen

KI-Bilder eignen sich für Symbolbilder, Illustrationen und Szenen, die es so nicht gibt. Für Team, Räume, Produkte und Referenzen sind sie ungeeignet, weil sie etwas zeigen würden, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Die EU-KI-Verordnung verlangt ab dem 02.08.2026 unter anderem, Deepfakes offenzulegen, und Google verlangt im Merchant Center eine Kennzeichnung in den Bildmetadaten.

Designerin um die dreißig vergleicht am Schreibtisch ausgedruckte abstrakte Bilder neben einem Skizzenbuch
Bild: KI-generiert

Bildgeneratoren erzeugen aus einer Beschreibung in Sekunden Fotos, Illustrationen und inzwischen auch kurze Videos. Für Unternehmen ist das verlockend: kein Fotoshooting, keine Stocklizenz, jedes Motiv auf Zuruf. Gleichzeitig gibt es offene Fragen zu Urheberrecht, Kennzeichnung und Glaubwürdigkeit. Wir setzen KI-Bilder auf unseren eigenen Websites ein und kennzeichnen sie dort mit "Bild: KI-generiert". Diese Seite zeigt, wofür sich KI-Bilder und KI-Videos eignen, wo die Grenzen liegen und welche Regeln gelten.

Wofür sich KI-Bilder eignen

Am besten funktionieren KI-Bilder dort, wo ein Bild ein Thema veranschaulicht, ohne etwas Bestimmtes zu belegen. Ein Ratgeber über Datensicherung braucht kein Foto aus deinem Serverraum, eine Szene mit Festplatten und Kabeln erfüllt denselben Zweck. Auch Illustrationen, Hintergründe und Motive, die sich schwer fotografieren lassen, gelingen mit KI oft gut. Dazu kommen Entwürfe: Wer vor einem Fotoshooting zeigen will, welche Bildstimmung gewünscht ist, kann mit KI schnell Beispiele erzeugen.

Abstraktes Stillleben aus Glaskugeln und farbigem Licht auf einem spiegelnden Tisch
Bild: KI-generiert

Bei KI-Video sind die Möglichkeiten enger. Kurze Szenen für Hintergründe, Übergänge oder animierte Illustrationen sind machbar. Längere Videos mit gleichbleibenden Personen, genauen Abläufen oder gesprochenem Text sind schwieriger, und Fehler fallen in Bewegung schneller auf als im Standbild.

Wo KI-Bilder nicht hingehören

KI-Bilder sollten nie vorgeben, etwas Echtes zu zeigen. Ein KI-Team auf der Über-uns-Seite, eine erfundene Werkstatt oder ein generiertes Produktfoto, das anders aussieht als die Ware, untergräbt Vertrauen, sobald es jemand bemerkt. Bei Produkten kann es außerdem zu Reklamationen führen. Für Team, Räume, Produkte und Referenzen bleiben eigene Fotos die richtige Wahl. Unser Ratgeber Eigene Fotos oder Stockfotos hilft bei der Entscheidung.

Holzwerkstatt mit Handwerkzeug an der Wand und einer Werkbank im Tageslicht, niemand zu sehen
Bild: KI-generiert

Wir halten uns bei unseren eigenen KI-Bildern an einfache Regeln: keine erkennbaren echten Personen, keine Logos oder Marken, keine lesbaren Texte und kein Bild, das einen echten Ort zu zeigen scheint.

Video zu deinem Thema? Jan macht das.

Schreib Jan, worum es gehen soll. Die Anfrage geht an 301@seo-manager.info, die Abstimmung läuft über SEO NW.

Urheberrecht an KI-Bildern

Nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz sind Werke nur persönliche geistige Schöpfungen [1]. Ob und wann ein KI-Bild darunterfällt, ist nicht abschließend geklärt und hängt davon ab, wie viel menschliche Gestaltung darin steckt. Für die Praxis heißt das: Du kannst nicht sicher davon ausgehen, dass andere ein von dir erzeugtes KI-Bild nicht ebenfalls verwenden dürfen. Für ein Logo oder ein Bild, das du exklusiv nutzen willst, ist KI deshalb eine unsichere Grundlage.

Prüfe außerdem die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Werkzeugs. Sie regeln, ob du die Bilder gewerblich nutzen darfst und welche Inhalte verboten sind. Und achte darauf, dass ein KI-Bild nicht erkennbar ein fremdes Werk, eine Marke oder eine reale Person nachahmt. Diese Fragen sind im Einzelfall rechtlich zu prüfen.

Was die KI-Verordnung verlangt

Die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz enthält in Artikel 50 Transparenzpflichten, die nach Artikel 113 ab dem 02.08.2026 gelten [2]. Anbieter von KI-Systemen, die Bilder, Videos, Audio oder Text erzeugen, müssen die Ergebnisse maschinenlesbar als künstlich erzeugt oder verändert kennzeichnen [2]. Wer als Betreiber mit KI Deepfakes erzeugt, also Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die künstlich erzeugt oder manipuliert sind, muss das offenlegen. Bei offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Werken beschränkt sich die Pflicht auf einen Hinweis, der die Darstellung nicht beeinträchtigt [2]. Die Information muss klar erkennbar sein und spätestens beim ersten Kontakt gegeben werden [2].

Ob ein bestimmtes Bild auf deiner Website unter diese Pflichten fällt, hängt vom Einzelfall ab. Wir kennzeichnen KI-Bilder unabhängig davon sichtbar. Das kostet nichts und vermeidet den Eindruck, ein Symbolbild sei ein echtes Foto.

Was Google zu KI-Inhalten sagt

Google bewertet Inhalte nach ihrer Qualität. In seinem Leitfaden zu generativer KI weist Google darauf hin, dass KI beim Recherchieren und Strukturieren helfen kann, die massenhafte Erzeugung von Seiten, die Nutzern nichts bringen, aber gegen die Spamrichtlinie zu skalierten Inhalten verstoßen kann [3]. Alle KI-Inhalte sollten vor der Veröffentlichung von Hand geprüft werden, ausdrücklich auch Alt-Texte von Bildern [3]. Google empfiehlt außerdem, Lesern zu erklären, wie Inhalte entstanden sind, wenn das für sie von Bedeutung ist, und nennt Bildmetadaten als Möglichkeit [3].

Für Onlineshops gibt es eine feste Regel. Im Google Merchant Center müssen KI-generierte Bilder in den IPTC-Metadaten das Feld DigitalSourceType mit dem Wert TrainedAlgorithmicMedia enthalten [3]. Wer KI-Bilder in Produktdaten nutzt, sollte diese Metadaten beim Export prüfen. Mehr zu Bildern im Shop steht im Ratgeber Produktfotos retuschieren.

So setzt du KI-Bilder sauber ein

  • Beschreibe das Motiv als Szene: Ort, Licht, Gegenstände und bei Personen Alter und Tätigkeit, ohne reale Personen oder Marken zu nennen.
  • Prüfe jedes Bild genau: Hände, Schriftreste, verzerrte Gegenstände und unlogische Details verraten schlechte KI-Bilder.
  • Kennzeichne KI-Bilder sichtbar, zum Beispiel in der Bildunterschrift.
  • Schreib Alt-Texte, die beschreiben, was zu sehen ist, und prüfe sie von Hand.
  • Bereite die Bilder für die Website vor wie jedes andere Bild: passende Größe, modernes Format, Komprimierung.

Wie du Alt-Texte schreibst, beschreibt der Ratgeber Alt-Texte für Bilder schreiben. Für die technische Vorbereitung hilft der Ratgeber Bilder für Websites optimieren.

Lupe liegt auf einem ausgedruckten Foto ohne erkennbaren Inhalt auf einem Leuchttisch, Nahaufnahme
Bild: KI-generiert

Gute Beschreibungen für KI-Bilder

Die Qualität eines KI-Bildes hängt stark von der Beschreibung ab. Allgemeine Wörter wie "modern" oder "professionell" führen zu austauschbaren Ergebnissen. Besser ist eine konkrete Szene: Wo spielt sie, welches Licht herrscht, welche Gegenstände sind zu sehen, was tut eine Person, und wie alt ist sie ungefähr? Statt "Büro mit Computer" etwa "kleines Büro mit Holzschreibtisch, geschlossener Laptop, Kaffeetasse, Regen am Fenster, Abendlicht". So entstehen Bilder, die zum Text passen und nicht wie aus einer Vorlage aussehen.

Für eine ganze Website lohnt es sich, einen festen Stil zu beschreiben, etwa Farbtöne, Lichtstimmung und Bildausschnitt, und diesen Teil bei jedem Motiv gleich zu lassen. Dann wirken die Bilder wie aus einer Hand. Bildschirme lassen wir in unseren Beschreibungen ausgeschaltet oder von hinten zeigen, weil Generatoren auf Bildschirmen oft unleserliche Schriftreste erzeugen.

KI und echtes Material verbinden

Oft ist die beste Lösung eine Mischung. Eigene Fotos und Videos zeigen Menschen, Räume und Produkte, KI-Bilder ergänzen Ratgeber und Hintergründe. Bei SEO NW dreht Jan die Videos. Fotos machst und bearbeitest du selbst, oder du beauftragst einen Fotografen deiner Wahl. In der Bearbeitung können KI-Werkzeuge außerdem Arbeit sparen, etwa beim Freistellen, beim Entfernen störender Details oder beim Erzeugen von Untertiteln. Entscheidend ist, dass am Ende ein Mensch prüft, ob das Ergebnis stimmt und zu deinem Unternehmen passt.

Du willst KI-Bilder einsetzen, aber nicht auf echte Fotos und Videos verzichten? Frag bei Jan an. Er übernimmt bei SEO NW die Videoproduktion, Fotoshootings und Fotobearbeitung gehören nicht dazu. Gemeinsam findet ihr die richtige Mischung für deine Website.

  1. Gesetz § 2 UrhG Geschützte Werke. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 30.10.2026
  2. Gesetz Artikel 50 Transparenzpflichten, Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung). artificialintelligenceact.eu, Future of Life Institute. Stand 2024. abgerufen am 30.10.2026
  3. Organisation Leitfaden der Google Suche zur Verwendung von Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 30.10.2026

Häufige Fragen

Muss ich KI-Bilder auf meiner Website kennzeichnen?

Die KI-Verordnung verlangt ab dem 02.08.2026 unter anderem, Deepfakes offenzulegen. Ob ein bestimmtes Bild darunterfällt, hängt vom Einzelfall ab. Wir empfehlen, KI-Bilder immer sichtbar zu kennzeichnen.

Gehört mir ein Bild, das ich mit KI erzeugt habe?

Das ist nicht abschließend geklärt. Nach dem Urheberrechtsgesetz sind nur persönliche geistige Schöpfungen geschützt. Für Bilder, die du exklusiv nutzen willst, ist KI deshalb eine unsichere Grundlage.

Straft Google KI-Bilder ab?

Google bewertet Inhalte nach Qualität. Problematisch ist die massenhafte Erzeugung von Inhalten, die Nutzern nichts bringen. Alt-Texte und andere KI-Inhalte sollten vor der Veröffentlichung von Hand geprüft werden.

Darf ich KI-Bilder im Onlineshop verwenden?

Im Google Merchant Center müssen KI-Bilder in den IPTC-Metadaten als TrainedAlgorithmicMedia gekennzeichnet sein. Für die Produkte selbst sind echte Fotos besser, weil sie zeigen, was geliefert wird.

Kann ich mein Team mit KI darstellen?

Davon raten wir ab. Ein KI-Team zeigt Menschen, die es nicht gibt, und untergräbt Vertrauen, sobald es jemand bemerkt.

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